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Geschäftsbericht der AGP-Tagung in Naumburg / Saale
Frau Dr. Dohms-Warnecke (stellvertretende Geschäftsführerin FN, Abteilung Zucht) begrüßt die Anwesenden und gibt einen Überblick über das Geschäftsjahr 2017.

Im Geschäftsbericht gibt sie zunächst einen kurzen Rückblick auf die AGP-Tagung 2017 in Verden. Das Projekt „Erbfehler in der Pferde- und Ponyzucht“ ist nach dem Vortrag Professor Dr. Jens Tetens weitergegangen und Prof. Dr. Tetens wird in der folgenden Sitzung der Zuchtleiter die Ergebnisse vorstellen. Über die FN-Initiative „Kleine Kinder, Kleine Ponys“, des Gründerwettbewerb für Ponyreitbetriebe und die AG Beschaffung von Schulponys wird zum Ende des Geschäftsberichtes gesprochen. Auf Wunsch der AGP-Mitglieder wird es einen Vortrag zum Thema „Neue Medien als Marketinginstrument für Vereine und Verbände“ von Frau Alexandra Duesmann vom Paragon Verlag geben.

Fau Dr. Dohms-Warnecke informiert die Anwesenden über die Anpassungen der ZVO und Zuchtbuchordnungen an die Vorgaben der neuen EU-Tierzuchtverordnung. In mehreren Sitzungen mit Vertretern der Ministerien und Zuchtverbände wurden eine Mustersatzung Teil A und B sowie die Zuchtprogramme erarbeitet (siehe Anlage zum Protokoll).

Einige neue ZVO-Regelungen gelten bereits in 2018: die HWSD-Testung bei den Connemara Ponys, die Prefix-Suffix-Regelung bei den Islandpferden und bei den Shetlandponys wurde der 2. Messtermin im Alter von sieben Jahren gestrichen. Weitere geplante ZVO-Änderungen werden in der morgigen Sitzung der Zuchtleiter diskutiert und der gemeinsame Abend kann genutzt werden, um diese Änderungen zu diskutieren, wie z.B. die Vergabe des Titels „Leistungshengst“ aufgrund der Ergebnisse beim Championat Freizeitpferd/-pony, die Zulassung der Rassen Dülmener und Konik beim Deutschen Reitponys sowie die Anpassung der Zuchtzielbeschreibung beim Fell Pony.
Die Entwicklungen der Bestandszahlen der einzelnen Ponyrassen sowie die Aktivitäten und rasse-spezifische Punkte stellt Frau Dr. Dohms-Warnecke anhand der Folien vor.

Die erstellte Internetseite zur Ponyzucht
- www.deutsche-ponyzucht.de - wurde im Jahr 2017 insgesamt 91.718 Mal aufgerufen. Die beliebteste Rubrik ist wie bereits in den Vorjahren „Ponyrassen in Deutschland“ mit 54.524 Seitenaufrufen. Frau Dr. Dohms-Warnecke bittet die Anwesenden die Internetseite zu verlinken, veröffentlichen und zu verwenden. Die Internetseite oder einzelne Seiten des Internetsauftrittes können gerne auch bei Facebook beworben werden. Leider ist ein negativer Trend in den Seitenaufrufen zu sehen, daher muss diese Internetseite mehr genutzt werden. Gleiches gilt für die Seite zu den Leistungsprüfungen. Dort sind alle LP-Ergebnisse aller Rassen zu finden. Bei der Zahl der geprüften Ponys und Pferde ist eine positive Entwicklung festzustellen.

Die jährliche Datenlieferung zu den Ursprungszuchtbüchern ist immer wieder Thema. In Kürze wer-den die Daten, auch zu den Ergebnissen von vorhandenen Gentests, für alle neu eingetragenen Hengste, Stuten und Fohlen der Rassen New Forest Pony, Connemara Pony, Dartmoor Pony, Highland Pony, Fell Pony und Achal Tekkiner abgefragt. Eine Weiterleitung dieser Daten an die Ursprungszuchtbücher erfolgt nicht automatisch durch die FN, sondern nur auf Anfrage.

Die AG Beschaffung von Schulponys im Rahmen der FN-Initiative „Kleine Kinder, Kleine Ponys“ hat getagt und eine Kooperationsvereinbarung mit ehorses und Ponyforum geschaffen sowie ein Formular als Einstellservice für Züchter erstellt. Mit diesem Formular werden Ponys gesucht, die dann in die Datenbank eingestellt werden können. Bevor das Projekt aktiv beworben wird, müssen Ponys auf die Internetseiten eingestellt worden sein. Diese sollten auch als Schulponys geeignet sein, älter als ein Jahr sein, ein Equidenpass muss vorhanden sein, die maximale Widerristhöhe beträgt 148 cm, halfterführig müssen die Ponys sein und sie müssen eine Lebensnummer einer FN-Organisation bzw. eines Zuchtverbandes haben oder der Anbieter ist Mitglied in einem FN-Mitglieds-Zuchtverband.

FN-Bundesschauen und Veranstaltungen
a) Europachampionat Haflinger vom 23.-25. August 2018 in Stadl Paura (Österreich)
Das Europachampionat für Haflinger findet in diesem Jahr in Stadl Paura in Österreich statt. Die Ausschreibung und alle vorliegenden Informationen wurden bereits an die Verbände geschickt und sind immer aktuell auf der eigens eingerichteten Internetseite zu finden: www.pferd-aktuell.de/haf-linger/haflinger-europachampionat. Die Nennungsverarbeitung erfolgt über die FN-Geschäftsstelle; hierzu wurde die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! eingerichtet. Folgende Nennungsschlüsse sind einzuhalten: 15.04.2018 Nennungsschluss für eine Nominierung durch die FN; 30.06.2018 zahlenmäßiger Nennungsschluss; 15.07.2018 namentlicher Nennungsschluss. Voraussetzungen sind u.a. eine gültige Jahresturnierlizenz und eine Gastlizenz.
b) FN-Bundesstutenschau Sportponys am 16. September 2018 in Magdeburg
Die Ausschreibung wird analog der letzten Schau erfolgen, jedoch eine Änderung zur Kontingentierung für 120 Ponys haben. Vorrang bei der Vergabe der Boxen haben die Ponys, die 300km und mehr Anreiseweg haben. Dr. Nörenberg wird sich gerne um weitere Boxen bemühen. Die Zufahrt ist etwas problematisch; die Teilnehmer werden aber so geleitet, dass sie möglichst nicht im Stau stehen. Richter und Schiedsgericht sind bereits festgelegt; Rasseexperten werden bei den IGs an-gefragt und die FN-Geschäftsstelle wird über die Besetzung entscheiden.

c) Planung der 5. FN-Bundeshengstschau Sportponys vom 18.-20.01.2019 in Berlin
Die Bundeshengstschau der Sportponys wird im Januar 2019 im Rahmen der IGW in Berlin stattfinden. Es stehen nur 70 Boxen - das sind ca. 20 Boxen weniger - zur Verfügung. Die Schau bleibt am ersten Wochenende der Messe und soll um die Welsh Ponys Sektion A und C ergänzt werden. Bislang war Schau und Sport verpflichtend; nun ist die Idee in der AG entstanden, die Schau als verpflichtend beizubehalten, die Sportprüfungen sollen allerdings freiwillig ausgeschrieben werden. Es wird je Rasse ein Bundessieger in der Schau und jeweils einen dressurbetonten, springbetonten und einen vielseitigen Sieger je Altersklasse geben. Ein Gesamtsieger der FN-Bundesschau über die geringste Platzziffer in der Schau und den einzelnen Sportwettbewerben soll zudem ermittelt werden.
Es wird nur noch eine Endnote in den Schau- und Sportwettbewerben geben und ggf. wird auf die Finals verzichtet. Richter und Schiedsgericht für die Schau sind bereits festgelegt; Sportrichter stehen noch nicht fest. Rasseexperten werden wie im Jahr 2015 über Vorschläge der IGs ausgewählt. Die Moderation wird Frau Dr. Jensen übernehmen.

d) FN-Bundesprämie - Anwartschaft
Die Diskussion wurde seit 2017 geführt und es wurde beschlossen, dass eine Anwartschaft eingeführt werden soll. Dreijährige Stuten können diese Anwartschaft bei FN-Bundesschauen erhalten und können die FN-Bundesprämie erhalten, wenn sie die Leistungsprüfung bis spätestens fünfjährig nachweisen. Die Anwartschaft ist kein Titel; sie wird festgehalten und wird nur an Stuten vergeben. Eine Mindestnote für die Leistungsprüfung ist nicht festgelegt.

e) Planung weitere FN-Bundesschauen in 2018/2019
In 2019 steht die FN-Bundesschau für Robustponys an. Eventuell könnte es im Rahmen der IGW in Berlin eine Möglichkeit einer weiteren Schau geben, die Zusage der IGW liegt noch nicht vor. Es wäre allerdings nur an einem Werktag möglich; die Boxenanzahl ist auf 70 Boxen begrenzt und der Pferdewechsel muss bis 9.00 Uhr morgens oder ab 18.00/19.00 Uhr abends erfolgen. Die FN-Bundesstutenschau für Robustponys findet 2019 in Münster statt und die FN-Bundesstuten-schau Fjordpferde wird für 2019 geplant.

Frau Dr. Dohms-Warnecke erfragt die Meinung der Interessengemeinschaften, die sich für eine Bundeshengstschau der Robustponyrassen in Berlin im Rahmen der IGW aussprechen.

f) Moritzburger Fahrpony-championat und Bundeschampionat Schweres Warmblut am 17.-19. August 2018 in Moritzburg
Das Moritzburger Fahrpony-Championat findet wieder für 4/5-jährige sowie 6/7-jährige Ponys der Größen G, M und K, die in der Turnierpony-Liste I bis III registriert sind, statt. Das Bundeschampionat Schweres Warmblut ist unverändert für 4/5-jährige sowie 6/7-jährige Schwere Warmblüter ausgeschrieben.
g) Bundesweites Championat des Freizeit-pferdes/-ponys am 26.08.2018 in Verden
Das Bundesweite Championat des Freizeitpferdes/-ponys wird wieder in Verden stattfinden und ist limitiert auf 50 Nennungen. In 2017 wurde es mit 44 Startern in zwei Wertungen durchgeführt. Teil-nehmer, die die Teilnahme als Leistungsprüfung benötigen, erhalten auf jeden Fall eine Startmöglichkeit.
In 2018 wird auch das Süddeutsche Championat des Freizeitpferdes/-ponys analog Verden stattfinden. Ausschreibung, Ablauf und Richtergruppe sind identisch mit dem Bundesweiten Championat; die FN ist in die Organisation mit eingebunden. Ob dieses Championat als Leistungsprüfung in 2018 anerkannt werden kann, wird in der Zuchtleitersitzung entschieden.

h) Bundeschampionate vom 29.08.-02.09.2018 in Warendorf
Die Bundeschampionate waren in den letzten Monaten ein intensives Thema. In 2017 konnte eine konstante Zahl an Pferden/Ponys sowie eine gestiegene Zuschauerzahl verzeichnet werden. 2017 wurde der Beschluss, dass nur ein Richter des Bundeschampionats die Sichtungen bei den Zuchtverbänden bzw. Reitpferde/Reitpony-Landeschampionaten richtet, umgesetzt; sowie das Nachmessen bei allen Ponyprüfungen nach Auslosen von drei bzw. fünf Ponys.

Das Thema der Teilnahme von dreijährigen Pferde/Ponys wurde viel diskutiert mit dem Ergebnis, dass die Prüfungen bleiben. Es wird allerdings keinen Fremdreitertest mehr für dreijährige Pferde/Ponys geben, sondern nur einen Start am Finaltag. Zudem wird eine neue Aufgabe erstellt.

Die Rahmenbedingungen am Reitpferdeplatz sollen auch verbessert werden.

Bei den 4jährigen Pferden/Ponys wird sich außer zwei Pferde je Abteilung/Aufgabe und der Fremd-reitertest direkt nach der Abteilung nichts ändern. Die Kontingente und Nominierungen bleiben unverändert. Bei den vielseitigen Ponys sind in diesem Jahr auch Ponys unter „Jungen Reitern“ (U21) zugelassen. Dies gilt allerdings nur für die Vielseitigkeitsprüfungen, um den Prüfungen eine Zukunft zu geben.

Bundeschampionate 2018: Neuerungen im Überblick
Kein Fremdreitertest mehr für dreijährige Pferde und Ponys

Zum 25. Mal finden im September 2018 die Bundeschampionate in Warendorf statt. Nach wie ist die Veranstaltung auf dem Gelände des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) die größte und bedeutendste Präsentation junger Pferde und Ponys im nationalen Turniersport. Da Stillstand bekanntlich Rückschritt bedeutet, wurden auch die Bundeschampionate im vergangenen Vierteljahrhundert immer wieder an sich wandelnde Bedingungen angepasst. Auch 2018 gibt es einige Neuerungen, von denen die wichtigste der Wegfall des Fremdreitertests bei den dreijährigen Reitpferden und Reitponys darstellt.

Champion Clooney 103 strahlt unter seiner Züchterin und Reiterin Nadine KrauseReitpferde/-ponys
Die Reitpferdeprüfungen sind regelmäßig die Publikumsmagnete der Bundeschampionate. Insbesondere die Vorstellung der dreijährigen Junghengste lockt alljährlich die Züchterschaft aus ganz Deutschland ans Reitpferdeviereck. Es gibt aber auch kritische Stimmen zu deren Einsatz auf dem Bundeschampionat. Um dem entgegenzuwirken werden gleich mehrere Neuerungen eingeführt. So wird es neben der Finalqualifikation nur noch eine entscheidende Prüfung am Finaltag geben - und zwar ohne Fremdreitertest. Des Weiteren wird es eine neue Aufgabe geben, die die altersgemäße Erfüllung der Kriterien der Skala der Ausbildung und die Rittigkeit noch deutlicher als bisher in den Vordergrund stellt. Künftig werden in der Regel auch nur jeweils zwei statt bisher drei Pferde gleichzeitig im Finale an den Start gehen, um sich noch mehr auf das einzelne junge Pferd konzentrieren zu können. Und schließlich sind die Richter angehalten, über Mikrofon während der Aufgabe einzugreifen und die Reiter gegebenenfalls zur altersgerechten Präsentation der jungen Pferde aufzufordern. Bundeschampion wird das notenbeste Pferd im Finale. Bei Notengleichheit gibt die Rittigkeitsnote den Ausschlag. „Das Für und Wider eines Dreijährigen-Bundeschampionats ist in den verschiedenen Gremien ausführlich diskutiert worden. Mit dem neuen Format tragen wir zwei wichtigen Aspekten der Pferdeausbildung Rechnung. Wir stehen einerseits hinter einem frühen, dem individuellen Entwicklungsstand junger Pferde angepassten Ausbildungsbeginn, lehnen aber jede Form der Überforderung ab. Die Dosis gibt den Ausschlag und soll individuell entsprechend kontrolliert werden“, sagt Dr. Klaus Miesner, Geschäftsführer des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Bei den vierjährigen Reitpferden und Reitponys bleibt der Fremdreitertest erhalten. Allerdings gibt es auch hier nur eine Prüfung am Finaltag, bei der zunächst der eigene Reiter und direkt danach der Fremdreiter in den Sattel steigt. Neu ist, dass der Fremdreiter gemeinsam mit den Richtern eine Note für Rittigkeit geben wird. Wie bei Dreijährigen treten auch hier die Pferde künftig grundsätzlich nur noch zu zweit im Viereck an. Und auch hier wird Bundeschampion, wer die beste Note im Finale erzielt. Bei Notengleichheit entscheidet die Rittigkeitsnote.

Springpferde
Im Zuge der neuen Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) ändern sich die Anforderungen bei den Qualifikationsprüfungen für die Bundeschampionat. Sechsjährige Springpferde qualifizieren sich ab diesem Jahr über Springpferdeprüfungen der Klasse M**. Dafür reicht als Zusatzqualifikation eine Platzierung in einer Springprüfung der Klasse M jeglicher Art aus. Es muss keine Spezialspringprüfung mehr sein wie bisher.

Die fünfjährigen Springpferde qualifizieren sich über Springpferdeprüfungen der Klasse M*. Für sie gilt in Warendorf ein neues Wertungssystem. Künftig entscheidet die Addition der Wertnoten aus beiden Qualifikationsprüfungen (Verhältnis 1:1) über den Einzug ins Finale.

Bei den sechsjährigen Springpferden bleibt es beim bisherigen Punktesystem entsprechend der Rangierung, wobei die Punkte aus der ersten Qualifikation einfach, die Punkte aus der zweiten Qualifikation 1,5-fach gezählt werden.

Neuerungen gibt es auch bei der Platzierung, sowohl bei den fünf- als auch sechsjährigen Springpferden: Sofern in den Qualifikationsprüfungen eine Mindestzahl von 40 Nennungen (reservierten Startplätzen) von Springreitern der Leistungsklassen 3 und 4 zusammenkommen, werden diese in einer separaten Abteilung platziert. Gegebenenfalls wird auch die größere Abteilung der Reiter mit LK 1 und 2 nach Leistung in zwei Abteilungen platziert. Für die Zulassung zum Finale gilt jedoch wie gehabt die Gesamtrangierung aller Starter. „Das beste Pferd soll gewinnen. Darin ändert sich nichts. Mit der Neuerung wollen wir aber für mehr Chancengleichheit sorgen und speziell auch ambitionierte Amateure ermutigen, ihre Pferde in Warendorf zu präsentieren“, erklärt Turnierleiter Carsten Rotermund.

Im Warendorfer Youngster-Championat für siebenjährige Springpferde sind Reiter ab 2018 mit jeweils zwei Pferden startberechtigt. Generelle Voraussetzung für den Start ist jedoch, dass die Teilnehmer mindestens ein weiteres drei- bis sechsjähriges Pferd oder Pony an den Start bringen.

Vielseitigkeitspferde/-ponys
In den vergangenen Jahren ließen die Bundeschampionate der fünf- und sechsjährigen Vielseitigkeitsponys gelegentlich zu wünschen übrig, was Quantität und Qualität des Starterfeldes betraf. Daher sind ab diesem Jahr auch Junge Reiter (U21) für den Start zugelassen. Bislang lag die Altersobergrenze bei den Reitern bei 18 Jahren (Junioren). Dies gilt nur für die Vielseitigkeitsponys, nicht bei den Dressur- und Springponys. Neu ist auch ein Angebot für alle qualifizierten Vielseitigkeitspferde. Im Anschluss an das Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit finden speziell für sie zwei Trainingsprüfungen auf dem Vielseitigkeitsplatz statt. „Durch das neue Angebot haben nun alle Reiter mit ihren qualifizierten Pferden die Chance, den Platz im Training kennenzulernen“, sagt DOKR-Vielseitigkeits-Koordinatorin Philine Ganders-Meyer. Eine Wertung erfolgt nicht.

Fahrpferde
Beim Bundeschampionat des deutschen Fahrpferdes gibt es auch einige Änderungen. So müssen die Pferde nun eine Wertnote von 6,0 und besser vorweisen – vorher war es 5,0, um in das Finale zu kommen. Außerdem können sich nur noch maximal acht Pferde für das Finale qualifizieren. „Sollten mehr als 15 Pferde in der Qualifikationsprüfung in Warendorf an den Start gehen, qualifizieren sich nur die besten sechs direkt für das Finale. Zwei weitere Pferde können sich dann über eine Art Trostrunde noch zusätzlich für das Finale empfehlen“, erklärt Fritz Otto-Erley, Disziplin-Koordinator Fahren bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Neu ist auch, dass nicht mehr nur die besten drei Pferde von einem Fremdfahrer getestet werden, sondern alle Finalteilnehmer. Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass bis Nennungsschluss alle Eignungsprüfungen für Fahrpferde automatisch als Qualifikationsprüfung für die Bundeschampionate herangezogen werden. Das gilt auch, wenn auf einem Turnier zwei solcher Prüfungen für denselben Teilnehmerkreis angeboten werden. Das gilt auch für das Bundeschampionat des Schweren Warmbluts und das Fahrponychampionat, die vom 17. bis 19. August in Moritzburg stattfinden. Hb/evb (fn-press)

Uta Helkenberg - Zuchtstatistik 2017: Positiver Trend hält an
Warmblutzucht bei Stuten, Fohlen und Bedeckungen im Aufwind

Warendorf (fn-press). Die gute Nachricht zuerst: In der deutschen Pferdezucht geht es nach Jahren des Rückgangs wieder aufwärts. Nach dem absoluten Tiefstand 2013 hat nicht nur die Zahl der Bedeckungen und damit auch der Fohlen rasseübergreifend wieder zugenommen, speziell bei den Warmblütern waren erstmals auch wieder mehr Zuchtstuten registriert. „Im vergangenen Jahr zögerten wir noch etwas davor, von einem Ende der Talsohle in der Pferdezucht zu sprechen. Doch der Eindruck verfestigt sich, dass wir es tatsächlich mit einer Trendwende zu tun haben“, sagt Theodor Leuchten, Vorsitzender des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Über alle Rassen hinweg betrachtet, bleibt die Stutenzahl allerdings weiter rückläufig. Sie sank von 2016 auf 2017 um rund 0,8 Prozent von 81.075 auf 80.416. Abgenommen hat auch die Zahl an eingetragenen Hengste. So waren im vergangenen Jahr 7.610 Hengste registriert, 2016 waren es noch 7.816 (- 2,6 Prozent). Der Zuwachs bei den Bedeckungen und Fohlen hält dagegen weiter an. So fielen insgesamt 37.080 Fohlen (2016: 35.718 Fohlen), das entspricht einem Plus von rund 3,8 Prozent. Und auch der Blick auf die Bedeckungszahlen stimmt optimistisch. 2017 wurden 44.978 Stuten gedeckt, das sind 1,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor mit 44.233.

Besonders erfreulich ist der Trend bei den Reitpferden, was insbesondere der Entwicklung in der deutschen Warmblutzucht zu verdanken ist. Erstmals seit 2013 Jahren kletterte die Zahl der Bedeckungen bei den Warmblutstuten wieder über die 30.000er Marke auf 31.109. Die Zahl der registrierten Fohlen lag bei 24.460, was einem Plus von rund 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (2016: 23.775). Und erstmals wurden mehr Zuchtstuten gezählt. Deren Zahl stieg 2017 auf insgesamt 51.114, das sind 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr (2016: 50.995). „Eine positive Entwicklung, auch mit Blick auf den Turniersport. Dort hat sich der Bedeckungsrückgang gerade in den letzten beiden Jahren deutlich ausgewirkt, was die Zahl der neu registrierten Turnierpferde, aber auch das Angebot an Jungpferdeprüfungen betrifft“, sagt Leuchten.

Gesunken ist bei den Warmblütern lediglich die Zahl der Hengste. „Das ist nicht weiter tragisch, wenn man einmal realistisch betrachtet, wie viele der gekörten Hengste tatsächlich in den Deckeinsatz kommen“, so Leuchten. Positiv stimmen in diesem Zusammenhang die Zahlen zur neuen, seit 2016 geltenden Form der Hengstleistungsprüfung. So stieg die Zahl der geprüften Reitpferdehengste 2017 auf 415, so viele wie seit sieben Jahren nicht mehr. Das erfolgreiche Absolvieren der Hengstleistungsprüfung ist die Voraussetzung für die Aufnahme ins Hengstbuch I.

Weitgehend konstant geblieben sind die Zahlen bei den Ponys und Kleinpferden. Einem leichten Minus an Stuten (2016: 19.779, 2017: 19.568) stehen 2,6 Prozent mehr Fohlen gegenüber. Insgesamt wurden im vergangenen 8.336 Fohlen geboren (2016: 8.122). Allerdings gehen die Bedeckungen, speziell bei den Deutschen Reitponys, zurück. Statt 2.573 wurden 2017 bei ansonsten weitgehend stabilen Zahlen nur 2.408 Stuten gedeckt (- 6,4 Prozent). Dass dennoch die Bedeckungszahlen bei den Ponys und Kleinpferden insgesamt kaum verändert sind (2017: 9.631, 2016: 9.673 Bedeckungen), ist vor allem einem Plus bei den Haflingern, Edelbluthaflingern, Fjordpferden und Deutschen Part-Bred Shetland Ponys zu verdanken.

Die Situation bei den Kalbblutrassen ist ähnlich wie die bei den Ponys und Kleinpferden. Auch hier haben sich die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr nur leicht verändert, das jedoch vorwiegend in positiver Hinsicht. Bei insgesamt 4.441 Zuchtstuten (2016: 4.446) fielen 1.277 Fohlen (2016: 1.240). Die Zahl der Bedeckungen stieg auf 1.699 (2016: 1.620).

Weiter aufwärts geht es auch mit den Schweren Warmblutrassen. Hier waren 2017 nicht nur mehr Stuten registriert (2017: 1.204, 2016: 1.196), es kamen auch mehr Fohlen zu Welt: 466 statt 431. Und der Trend hält an, so stieg die Zahl der Bedeckungen sogar um 29,3 Prozent, von 495 im Jahr 2016 auf 640.

Alle Zahlen aus dem Bereich Zucht der FN können schon jetzt kostenlos im FN-Shop heruntergeladen werden. Der komplette FN-Jahresbericht 2017 erscheint voraussichtlich Ende April.

Neu auf FN-Erfolgsdaten: die Favoritenliste Pferd

Keinen Erfolg eines Pferdes mehr verpassen

Warendorf (fn-press). Die Internetplattform www.fn-erfolgsdaten.de bietet einen neuen Service für Pferdebesitzer, Reiter, Pferdesportinteressierte und Züchter. Ab sofort können alle Abonnenten der FN-Erfolgsdaten ihre Pferde in einer Favoritenliste speichern und werden dann automatisch per E-Mail benachrichtigt, sobald für diese ein neuer Erfolg hinzugefügt wird.

Und so einfach lässt sich ein Pferd der Favoritenliste hinzufügen:

  • 1. Loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten unter www.fn-erfolgsdaten.de ein.
  • 2. Unter dem Navigationspunkt „Pferd“ geben Sie jetzt Ihr gewünschtes Pferd in der Suche ein.
  • 3. Wählen Sie nun Ihr Pferd aus.
  • 4. Auf der Übersichtsseite des Pferdes sehen Sie oben rechts jetzt ein Sternchen-Symbol. Nachdem Sie dieses Symbol ausgewählt haben, ist Ihr Pferd in Ihrer persönlichen Favoritenliste gespeichert.

Liegen mehrere Erfolge vor, werden diese gebündelt, so dass maximal eine Mail pro Tag versandt wird. Hb

 

 



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